
Interview mit Mylène Le Berre, Architektin und Archireport-Nutzerin
Mylène Le Berre, Architektin

Ich nutze Archireport schon seit einigen Jahren. Damit begleite ich meine Baustellen und habe gleichzeitig ein Archiv des gesamten Austauschs. Ich habe es sogar auf die Planungsphase ausgeweitet: So kann ich schon ab den ersten Skizzen und den ersten Gesprächen mit dem Bauherrn einen Bericht erstellen. Das ergibt ein gemeinsames Gedächtnis, für Bauherren, Privatpersonen und das Planungsteam, wenn wir mit einem Tragwerksplaner oder einem Fachplaner für Bauphysik zusammenarbeiten.
Meine Baustellenberichte sind vor allem ausformuliert. Natürlich füge ich Fotos hinzu, auf denen ich die Punkte markiere, die die Firma prüfen muss. Oft notiere ich mir auch Hinweise und Merklisten im kleinen Notizblock, um mich an Dinge zu erinnern, die in den kommenden Wochen oder Monaten anstehen. Die nach Gewerken gegliederten Themen helfen mir, die wichtigen Punkte abzudecken. Auch im Bauzeitenplan gibt es manchmal Dinge zu berücksichtigen, Aussparungen vorzusehen… Mit diesem kleinen Notizblock lese ich alles noch einmal und habe es vor der Begehung im Kopf.
Manche dieser Informationen erweisen sich als nützlich, andere nicht, aber auf jeden Fall dienen sie als Gedächtnisstütze.
Für alle Firmen ist das meiner Meinung nach eine große Hilfe. Mir spart es Schreibzeit, und das Layout ist immer gleich. Die Firmen wissen genau, wo sie ihre Anmerkungen finden, und wir haben alle die Liste der Dinge im Kopf, die vor Ort zu prüfen und zu erledigen sind.
Ich glaube, jede Firma versteht die Baustelle so leichter. Die anderen Gewerke bekommen außerdem Fotos zur Veranschaulichung, denn es gibt Fotos zu den Anmerkungen, aber auch allgemeine Fotos der Baustelle für den Bauherrn.
So sehen die anderen Firmen, wie weit die Arbeiten sind. Hier machen wir zum Beispiel gerade die Dachkonstruktion im obersten Geschoss. Ich weiß, dass der Trockenbauer das gesehen hat; er kümmert sich um die Dämmung, und wenn er mehr Informationen braucht, spricht er mit dem Zimmerer. Ich trage auch die Änderungen in sein Gewerk ein, und er kann sie freigeben oder nicht.
Die Anmerkungen richten sich also nicht nur an die Leute, die ich vor Ort gesehen habe, sondern informieren jedes Gewerk über den Fortschritt und darüber, was zu erstellen oder zu schicken ist, etwa technische Datenblätter. Oft nehme ich auch die Anmerkungen des Prüfingenieurs und des Sicherheits- und Gesundheitskoordinators auf. Sie schreiben ihre eigenen Berichte, aber für den Bauherrn ist es meiner Meinung nach ein Plus, alles in einem Dokument zu haben. Wenn zum Beispiel eine Firma auf die Baustelle kommt, sage ich dem Koordinator, an welchem Tag, damit er vorher vorbeikommen kann, falls er seine Vorbegehung noch nicht gemacht hat.
Ich glaube, der Bauherr versteht die Baustelle so leichter. Manche Bauherren sind sehr präsent auf der Baustelle, andere gar nicht oder viel weniger. Mit dem Baustellenbericht sehen sie, was passiert, zumindest versuche ich das jedes Mal zu erreichen. Es ist eine Art Chronik, mit der man das ganze Projekt Bericht für Bericht nachvollziehen kann.
Deshalb lohnt es sich auch, schon in der Planungsphase damit anzufangen: Wir haben dieses gemeinsame Gedächtnis des Projekts mit dem ganzen Team. So können wir Details besprechen und erinnern uns an die Maße, die wir genommen, behalten und in den Bericht übernommen haben. Zum Beispiel bei einer Türgröße: Details, die wir im Bericht festhalten, damit sie nicht vergessen werden.
Ich nutze mein Smartphone. Das finde ich praktisch, weil Baustellen manchmal schwierig sind, wie diese hier, wo der Zugang nicht einfach ist. Das Smartphone ist ideal: Es ist in meiner Tasche, ich kann aufs Gerüst steigen und Fotos hinzufügen, wenn mir etwas Besonderes auffällt.
Ich mache ein Foto als Gedächtnisstütze und schreibe dann einen kurzen Kommentar, das finde ich einfach. Oft vervollständige ich meine Baustellenberichte im Büro und formuliere sie etwas aus. Manchmal ist etwas abzustimmen oder eine Information zu prüfen, dann prüfe ich sie und ergänze sie im Bericht.
Die einfachste und wirksamste Funktion ist wirklich das Markieren auf dem Foto. Auf einen Blick lassen sich die Anmerkungen auf einem Plan und auf einem Foto verorten.
Sehr praktisch finde ich auch den Verteiler und die Anwesenheitstabelle. Der Bauherr sieht, wer da war und wer nicht. Und man sieht, welche Gewerke gerade auf der Baustelle sind.
Die Kontaktdaten aller Beteiligten sind ebenfalls enthalten. Das ist praktisch: Wenn ich nicht erreichbar bin, hat die Firma die Telefonnummern aller anderen. Es kann dringende Dinge zu klären geben, deshalb ist es gut, alle Informationen in einem einzigen Dokument zu haben.
Es spart mir Zeit, und es spart allen Zeit beim Lesen der Dokumente. Die gewonnene Zeit nutze ich, um etwas früher zu gehen und meine Kinder zu sehen.
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